Couscous mit veganer Curry-Mandelsoße

Couscous, Mangold und vegane Curry-Soße, ein Gericht à la „Kochen, was grad da ist“

Kochen, was gerade im Haus ist, kommt bei mir eigentlich ziemlich oft vor. Zwar schreibe ich mir einen Wochenplan. Immer sonntags, denn montags muss die Bestellung zur Biokiste raus.
Aber ob ich den immer einhalte?……..pffff

Oft sieht es so aus, dass ich auf das geplante Essen gar keine Lust habe. Dann überleg ich schon Stunden vorher: was kannste denn sonst daraus zaubern?

Und irgendwas geht immer. Manchmal hab ich nur so die grobe Idee im Kopf, weil ich zum Beispiel Lust auf Curry habe, und während des Kochens geht es dann wie von selbst.

So etwas ist auch heute wieder entstanden.
Gut, dass bei uns zu Hause meistens ICH koche. Denn ich mag es, das zu essen, worauf ICH Lust habe. Und die anderen Familienmitglieder sind da komplett unkompliziert. Gott sei Dank!

Im Kühlschrank war Mangold, Kräuterseitlinge und jede Menge Salat, der eigentlich heute dran glauben sollte. Aber da ich den ganzen Tag schon so gefroren habe, am 16.Juni (wohlgemerkt), musste eine warme Mahlzeit her.

Ich bin ja sonst niemand der übers Wetter meckert, Hauptsache es ist schön Trocken und warm 😉

Nein, Quatsch bei Seite: Essen muss sich gut anfühlen und deine Bedürfnisse erfüllen. Wenn dir nach Wärme zumute ist, dann iss keinen Eisbecher. Der würde dir nicht gut tun.

Manches kann man mit Gewürzen ausgleichen, zum Beispiel wärmt Chili, Zimt und Ingwer. Das hast du sicher auch schon gespürt. Im Winter landen solche Gewürze immer in meinem Smoothie, damit es mir nicht die Energie raubt.

Intuitiv gestalten wir unsere Mahlzeiten meistens den Jahreszeiten gerecht. Wir essen kühlende Nahrung in den warmen Monaten. Zum Beispiel Gurken, Pfefferminze, Melonen und Rohkost überhaupt.
Und die wärmenden in den kalten Monaten: Kürbis, Lauch, Kohl, Maronen, dunkles Fleisch, Rotwein und ganz einfach warme Gerichte und Getränke. Auch Gewürze, wie Zimt, Ingwer, Pfeffer und co. kommen im Winter wesentlich häufiger auf den Tisch.

Und wenn du einmal bewusst darauf achtest, wonach dir der Sinn steht, dann wird sich deine Intuition nur verbessern. Und Essen wird nicht mehr einfach nur Nahrungsaufnahme, sondern viel mehr Genuss und Ernährung. Und du wirst dich automatisch auch gesünder ernähren, denn dein Körper sagt dir, was er braucht.

Und meiner hat heute nach etwas Warmem verlangt.
Den anderen Familienmitgliedern tat es aber auch gut 😉

Heute gab es

Couscous mit Mangold, Kräuterseitlingen und veganer Curry-Mandelmus-Soße

couscous vegan

Zutaten:

• 2 Bund Mangold
• 10 Kräuterseitlinge
• 150 g Couscous
• 1 rote Zwiebel
• 1 EL Mandelmus
• Salz, Pfeffer, Kurkuma und Paprika
• Zitronensaft
• Tamari (Fermentierte Sojasoße)
• 2 EL Kokosöl

Zubereitung:

• Zuerst kochst du Wasser im Wasserkocher auf und gießt es bis ca. 1 Fingerbreit über den Couscous. Die Schüssel deckst du mit einem Teller ab und lässt den Couscous ziehen, bis der Rest fertig ist, aber mindestens 10 Minuten.

• Nun den Mangold waschen und die Blätter von den Stielen trennen. Beides in Streifen schneiden.
Die Pilze in Scheiben schneiden.
Die Zwiebel in kleine Scheiben schneiden oder würfeln.

• Dann erhitze 1 EL vom Kokosöl und brate die Pilze von beiden Seiten an. Nimm sie wieder aus der Pfanne und lass sie auf einem Teller ruhen.

• Nun die Zwiebel in dem restlichen Fett anbraten und die Mangoldstiele kurz mitdünsten. Dann zu den Pilzen auf den Tellergeben und in der Pfanne ganz kurz die Mangoldblätter dünsten.

• Diese dürfen dann auch zu dem restlichen Gemüse.
Nun dürfte der CousCous gar sein. Dieser kommt jetzt mit dem restlichen Kokosöl in die Pfanne und wird mit Salz, Pfeffer, Paprika, Zitronensaft und Tamari gewürzt.

• Nun parallel die Soße zubereiten, indem du das Mandelmus mit ca.200 ml Wasser in einem kleinen Topf erhitzt. Mit Salz, Pfeffer, Kurkuma und Zitronensaft wird herzhaft abgeschmeckt. Ist die Soße zu dünn, dann lässt du sie einmal kurz köcheln, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Ist sie zu dick, dann verdünnst du sie mit etwas Wasser.

• Zum Schluss kommt das Gemüse und die Pilze noch einmal kurz neben den Couscous in die Pfanne, damit alles schön warm ist. Und wird mit Zitronensaft und Tamari noch einmal abgeschmeckt.

 

Seit ich die „Sahnesoße“ mit Mandelmus oder Cashewmus entdeckt habe, gibt’s weiße Soßen oder Currysoßen nur noch auf diese Art. So einfach, und schmeckt uns mittlerweile viiiel besser, als jede Sahnesoße. Außerdem ist sie viel bekömmlicher und nicht so gehaltvoll. Zwar auch noch fettreich, aber dafür voll mit gesunden pflanzlichen Fetten.

Solche improvisierten Gerichte sind immer gut, nur vergesse ich dann oft, mir das Rezept zu notieren. Und Tage später fällt es mir dann nicht mehr genau so ein.
Diesmal hat es aber geklappt, und ich hoffe, ich konnte dir wieder ein wenig Inspiration liefern.

 

Wie intuitiv ernährst du dich? Oder ist es dir gar nicht richtig möglich, weil du vielleicht viele Familienmitglieder bekochen musst oder gar weil du deine Bedürfnisse nicht richtig wahrnehmen kannst?

Lass es dir gut gehen und bleib
Liebergesund

Deine

Unterschrift Silke Hell RGB

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