Glutamat und andere Geschmacksverstärker erkennen

Glutamat ist als Geschmacksverstärker in aller Munde. Auch bildlich gesprochen. Denn um diesen zu umgehen, muss man sich gut informieren, hinter welchen Begriffen er sich verbirgt.
Denn seit allgemein bekannt ist, was Glutamat mit uns macht, werden die verschiedensten Alternativen eingesetzt, um dir vorzugaukeln, das Produkt sei frei von Glutamat/Geschmacksverstärkern.

Dabei gibt es neben Glutamat eine Reihe anderer Bezeichnungen, die auf Geschmacksverstärker hinweisen.

Welche Bezeichnungen sind das?

Glutaminsäure, Natriumglutamat, Kaliumglutamat, Calciumglutamat

Hier kann man das Glutamat ja noch erkennen

Dann kommt es aber auch getarnt daher:

Aroma, Hefeextrakt, Gewürz, Gewürz-Zubereitung, pflanzliches Eiweiß, Speisewürze, Würze, Würzmittel, Extrakt, Flüssigwürze, Weizeneiweiß, pflanzliche Würze, Sojaextrakt, Sojawürze, Proteinisolate, hydrolysiertes Gemüse, E620 – E625, Maltodextrin, Trockenmilch, und, und, und..

 

Die Industrie schafft es trotz der Kennzeichnungspflicht für Glutamat, diesen bedenklichen Zusatzstoff etlichen Lebensmitteln zuzusetzen. Und wirbt noch dazu mit dem Satz: „ohne Zusatz von Glutamat“

Glutamat in natürlichen Lebensmitteln

Eigentlich ist Glutamat ein Stoff, der in der Natur sehr häufig vorkommt. Das Glutamat, welches du in Fertigprodukten oder industriell verarbeiteten Produkten findest, ist allerdings chemisch hergestellt, und auch diese Tatsache macht den Stoff so gefährlich. Außerdem macht es die Menge aus. Mit natürlichen Lebensmitteln würdest du eine solche Masse an Glutamat nicht aufnehmen. Du müsstest Riesenmengen davon zu dir nehmen.

Wie ich auch immer wieder betone: Was die Natur uns gibt, das sollten wir nicht kopieren, indem wir ein paar Atome aneinanderketten, und im Chemielabor herumexperimentieren, bis es die gewünschte Konsistenz oder Funktion hat.
Lebensmittel sollen ihre Natürlichkeit behalten. Es gibt so tolle Methoden, die uns helfen, Pflanzen oder auch Nahrung tierischer Herkunft, ganz ohne Chemie, für uns attraktiv, gesund und haltbar zu machen.

 

Aber was macht denn Glutamat nun so gefährlich?

Tja, Glutamat kommt, wie erwähnt, natürlicherweise in vielen Pflanzen und tierischen Nahrungsmitteln vor. Auch bei gewissen natürlichen Prozessen, wie zum Beispiel bei der Maillard-Reaktion (das ist die schöne braune Farbe, die beim Anbraten oder Grillen entsteht) werden geschmacksverstärkende Aromen gebildet. Deshalb lieben wir auch so sehr gebratene und gegrillte Speisen, und wenn wir diese riechen, meldet sich direkt unser Genusszentrum im Gehirn.
Ebenso entsteht bei der Fermentation vermehrt Glutaminsäure. Was Fermentation ist habe ich hier schon einmal beschrieben:

Fermentation, der Wasserkefir

Diese natürliche Aufnahme des Glutamats ist für einen gesunden Menschen aber eigentlich gar nicht bedenklich. Anders sieht das aus, wenn du unter Krankheiten leidest, die durch Glutamat ausgelöst oder verstärkt wird, z.B. bei Migräne oder einem Ungleichgewicht deiner Darmflora.

Außerdem kommt Glutamat im menschlichen Körper vor. Denn es dient dort den Nervenzellen als Neurotransmitter, als Reizüberträger also.
Das bedeutet auch, dass das Glutamat (egal in welcher Form), die Blut-Hirnschranke überwinden kann.

 

Die Blut-Hirnschranke besteht aus besonderen Zellen, die dafür sorgen, dass keine schädlichen Substanzen in unser Gehirn, somit unser Nervensystem eindringen können.

 

Glutamat ist an der Erregung der Zelle beteiligt, das erklärt dann auch die Symptome bei einem übermäßigen Verzehr. (Migräne, Übelkeit, Nervosität, Herzrasen, ansteigender Blutdruck,..)

Wenn du dir nun die Liste mit den alternativen Bezeichnungen anschaust, dann kannst du dir ausmachen, worin du sie überall findest. Und wie schnell man davon eine große Menge gegessen hat.

Chips, Gewürze, Fertigsoßen, Päckchensuppen, Brühwürfel sind sicher mittlerweile jedem bekannt. Aber auch in vielen Süßigkeiten, Getränken, light-Produkten, fettarmen Milchprodukten, Brot und Brötchen (besonders in abgepackten Brotwaren aus dem Discounter) verstecken sich Geschmacksverstärker.

 

Die unangenehmen Auswirkungen von zu viel Glutamat

Ja, wie ihr Name schon sagt, sollen Geschmacksverstärker genau das bezwecken. Deinen Geschmack vernebeln, die Papillen der Geschmacksnerven im Mund werden betäubt, und du willst immer mehr davon. Und einfach alles schmeckt irgendwie gleich und du (dein Gehirn) verlangt nach immer mehr und mehr, weil dein Suchtzentrum aktiviert wird.
Auch mag es unser Gehirn gerne, wenn alle Geschmäcker befriedigt werden. Was durch diesen Einheitsgeschmack definitiv nicht geschieht. Und auch aus diesem Grund bist du verleitet, mehr zu essen, als eigentlich nötig.
Manchmal werden auch unangenehme Geschmacksnuancen durch den Zusatz von Glutamat übertünscht.
Frag dich mal, woher der Geschmack bei den vielen Light-Produkten kommt, die laut Zutatenliste eigentlich nur nach Wasser schmecken dürften 😉
Und wenn du die blauen Körnchen in den meisten chinesischen Restaurants siehst (ein Glas davon steht meistens direkt neben dem Wok), das ist pures Glutamat. Denn dort wird kräftig damit „gewürzt“.

Daher kommt auch das sogenannte „China-Restaurant-Syndrom“. Menschen die darunter leiden, haben eine Überempfindlichkeit auf Glutamat und reagieren zum Teil mit sehr sehr heftigen, pseudoallergischen Symptomen. Im besten Fall „nur“ mit Kopfschmerzen und Übelkeit.
Vielleicht hast du auch schon einmal bemerkt, dass du nach solch einem Essen verstärkten Durst hattest?

Es gibt noch eine Reihe weiterer Erkrankungen, bei denen Glutamat große Probleme macht. Und es gibt eine Reihe an Erkrankungen, bei denen zu viel Glutamat eine Rolle spielen könnte.

Hier kannst du auch nachlesen, wie bedenklich das Glutamat sonst noch ist:

 

Geschmacksverstärker sind gefährlich, Zentrum der Gesundheit

 

Positive Nebenwirkungen bei einem Verzicht auf Glutamat

Fakt ist, du tust deinem Darm, deinen Geschmackspapillen und deinen Nervenzellen einen großen Gefallen, wenn du auf Geschmacksverstärker verzichtest.
Hast du dich wieder daran gewöhnt, ohne Maggi und Co zu würzen, auf Chips und auch auf fettarme Milchprodukte zu verzichten, dann wird dir erst wieder bewusst, wie gut etwas schmecken kann. Wie du einzelne Geschmackskomponenten in deiner Nahrung wieder wahrnimmst. Und dass dein natürliches Hungergefühl wieder zurückkommt.

Du erkennst vielleicht auch, wie wohl du dich nach einem natürlich gewürzten Essen fühlst oder vielleicht merkst du auch dann erst, dass es dir nach den Mahlzeiten eigentlich immer schlecht ging.
Vielen Menschen geht es so, dass sie erst nach einer gewissen Zeit der Karenz merken, dass es ihnen vorher nach den Mahlzeiten unwohl war, sie öfter unter Bauchschmerzen und Verdauungsstörungen litten, oder sogar Migräne-Anfälle hatten.

Damit du den Ausstieg aus der „Glutamat-Falle“ besser bewältigst, kommt diese Woche noch ein Artikel von mir, wie du Geschmacksverstärker gut ersetzen kannst, und so wieder zurück findest zu einem natürlichen Geschmackserlebnis mit Genuss.

Denn ich möchte, dass du liebergesund bleibst

Deine

Unterschrift Silke Hell RGB

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